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Der gemeinnützige T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds (TUN-Fonds) ist der Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft verpflichtet. Mittels Geldpreisen werden Projekte gefördert, die das Potenzial mobiler Kommunikation nutzen um Umweltprobleme zu lösen sowie zu einem nachhaltigen Lebensstil beizutragen.

Der TUN-Fonds ist eine autonome Rechtsperson unter Aufsicht der Fondsbehörde. Er wurde von T-Mobile gegründet und finanziell ausgestattet. Über die Mittel verfügt jedoch ausschließlich der unabhängige Fonds selbst entsprechend seinen Statuten. T-Mobile bekennt sich mit dieser Initiative zu nachhaltigem unternehmerischen Verhalten.

Die Alltagsrevolution: Wie Mobilfunk zu nachhaltigem Lebensstil beiträgt

Schneller als je eine Technologie zuvor hat das Handy und mobile Kommunikation unseren Alltag durchdrungen und wurde zum Motor des digitalen Wandels. Anfangs als Spielerei und Luxus abgetan, ist heute mobiles Internet zur Lebensader geworden, um privaten wie beruflichen Alltag zu erleichtern, zu organisieren und zu bereichern.

Dabei ist Mobilfunk ein Proponent der Chancengleichheit. Handys sind in Vorstandsetagen von Unternehmen ebenso unverzichtbar wie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sozialer Dienste. Als digitale Medien tragen sie zur Entwicklung einer starken Zivilgesellschaft bei. Sie sind bei Seitenblicke-Events der „oberen Zehntausend“ ebenso präsent wie in weniger betuchten Vierteln. Als multimediale Produktionseinheit in der Tasche wurden Handys zum Instrument der Meinungsvielfalt. Sie erinnern an Medikamenteneinnahme oder Arzttermine, öffnen Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zu Gesundheitsdiensten ebenso wie Gelddienstleistungen oder Information zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage.

Jetzt ist Mobilfunk gefordert, zur Entwicklung eines umweltschonenden, nachhaltigen Lebensstils beizutragen.

Einerseits verbraucht mobile Kommunikation selbst Energie und Ressourcen. Die Aufgabe von Mobilfunkern wie T-Mobile ist es, durch effiziente Technologien dafür zu sorgen, das exponentielle Datenwachstum mit möglichst weniger Stromverbrauch zu bewältigen. Mobile Endgeräte wiederum sollen so lange wie möglich in Verwendung bleiben, ehe sie fachgerecht entsorgt werden. Darum betreibt T-Mobile sein Netz seit Anfang 2015 emissionsfrei und bietet seinen Kunden einen garantierten Ankauf gebrauchter Handys zum Zeitwert sowie Recycling für funktionsuntüchtige Altgeräte (mehr über diese und andere Maßnahmen unserer unternehmerischen Verantwortlichkeit in unserem Nachhaltigkeitsbericht http://nachhaltig.t-mobile.at)
Andererseits birgt Telekommunikation ein enormes Potenzial, um Energieverbrauch und Umweltbelastungen in anderen Bereichen erheblich zu senken. Logistiksysteme können Fuhrparks und Transporte effizienter gestalten. Car-Sharing führt zu effizienterer Nutzung von PKWs. Mobiles Breitband ermöglicht uns überall zu arbeiten und macht Fahrten. Telekonferenzen können Flüge ersetzen. Smart Metering macht Stromnetze ebenso wie den Energieverbrauch effizienter. Digitale Medien im vernetzten Klassenzimmer ermöglichen neue Formen des Lernens und helfen differenzierten Unterricht entsprechend unterschiedlicher Bedürfnisse zu ermöglichen.

Dieses Potenzial mobiler Kommunikation will der T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds stärken. Mit Preisgeldern von jährlich insgesamt 50.000 Euro sollen Innovationen unterstützt werden, die zu einem nachhaltigen Lebensstil beitragen. Bisher prämierte Projekte sind u.a. die Entwicklung eines Tablets für blinde und sehbehinderte Personen mit einer Oberfläche, die Braille-Schrift haptisch darstellen kann; ein Crowd-Science-Projekt zur Erforschung des Bienensterbens; Car-Sharing im privaten Bereich; Materialforschung für Handygehäuse aus Recycling-Rohstoffen.

Dr. Andreas Bierwirth, CEO T-Mobile Austria, über kleine Schritte mit großer Wirkung.

Am Anfang war die Papierrechnung. Noch vor wenigen Jahren bedruckte T-Mobile jährlich mehr als 200 Millionen Tonnen Papier, um Monat für Monat über zwei Millionen Menschen Rechnungen auf dem Postweg zuzusenden. Die ressourcenschonende Lösung lag auf der Hand: Elektronische Rechnungen – im Zeitalter von SMS, Mail, Internet und Online-Banking ein logisches Medium mit breiter Akzeptanz.

So war der gemeinnützige TUN-Fonds geboren, der T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds: Mehr als zwei Drittel aller Kunden entschieden sich für die elektronische Rechnung, wer hingegen weiterhin Papier wollte, entrichtete dafür einen Umweltbeitrag, der zur Gänze in den TUN-Fonds einbezahlt wurde.

Zwar konnte diese ursprüngliche Idee nicht umgesetzt werden, nachdem im Telekommunikationsgesetz das Recht auf kostenlose Papierrechnung verankert wurde und es somit keine Umweltbeiträge gab. Dennoch ist T-Mobile seinem finanziellen wie ideellen Engagement für den TUN-Fonds treu geblieben. Denn Nachhaltigkeit ist keine Frage einzelner Maßnahmen, sondern eine langfristige Verpflichtung. Darum wurden bisher von T-Mobile Austria rund eine halbe Million Euro in den autonomen, gemeinnützigen Fonds eingezahlt, dazu jährliche Preisgelder von 50.000 Euro.

Nachhaltigkeit hat für uns viele Aspekte. Der wichtigste ist es, ein Produkt von dauerhaftem Wert für Österreich herzustellen. Mobilfunk ist Teil der essenziellen Infrastruktur des Landes, die uns privat wie beruflich verlässlich verbindet. Millionen Kunden profitieren von einem der besten Netze Europas zu den niedrigsten Gebühren in der EU. Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Netz seit Anfang 2015 frei von CO2-Emissionen betreiben und durch den Rückkauf und Recycling gebrauchter Handys für einen sorgsamen Umgang mit knappen Ressourcen beitragen.
Der TUN-Fonds ist in den vergangenen Jahren ein essenzieller Teil dieser Nachhaltigkeitsstrategie geworden. Indem wir Innovationen unterstützen, die mittels mobiler Kommunikation Umwelt- und Nachhaltigkeitsaufgaben lösen, tragen wir dazu bei, dass Mobilfunk einen Hebel zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft bietet.

Die Papierrechnung, mit der der TUN-Fonds seinen Anfang nahm, ist Baustein wie Symbol. 185 Tonnen bedrucktes Papier wurden jährlich seit Einführung der elektronischen Rechnung eingespart, weitere 40 Millionen Tonnen sind möglich, wenn es gelingt auch die verbleibenden 30 Prozent unserer Kunden zu überzeugen. Ein Symbol dafür, dass viele kleine Schritte große Wirkung zeigen können.

Dr. Franz Fischler, Vorsitzender der TUN-Fonds Jury, über sein Engagement für TUN.

Zum vierten Mal vergibt der TUN-Fonds heuer Preise für Innovationen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei haben Jury und Fachgremium zwei sehr erfreuliche Entwicklungen gesehen: Zum einen ist die Zahl der Einreichungen aus dem Bereich von Universitäten, Startups oder bestehenden Unternehmen seit der Gründung vor fünf Jahren deutlich gestiegen. Und zum anderen freuen wir uns nicht nur über die zahlenmäßige, sondern auch eine bemerkenswerte qualitative Steigerung.

Dabei haben wir es Bewerbern nicht leicht gemacht und bei der Ausschreibung die Latte ein Stück höher gelegt. Um unter einer Vielzahl existierender Preise und Förderungen für Umweltprojekte ein klares Profil für den noch jungen TUN-Fonds herauszuarbeiten zählt zu den Kriterien, dass die Projekte das Potenzial von mobiler Kommunikation nutzen sollen, um ein bestehendes Problem zu lösen. Wir haben uns bemüht, stärker auf Kofinanzierungen zu achten: Wenigstens ein Viertel eines Projektbudgets muss aus anderen Quellen als dem Preisgeld finanziert werden. Diese in vielen Bereichen bewährte Vorgangsweise trägt dazu bei, dass eine gute Idee von mehreren Stellen der Finanzierung wert befunden wird, was die Chance auf Umsetzung erhöht.

Für Schulen, für die es meist schwer ist mit den höheren Ansprüchen von Startups oder Universitäten mitzuhalten, vergeben wir heuer zum dritten Mal einen TUN-Schulpreis, der das ideelle Engagement von Schulprojekten anerkennt. Es bleibt Schulen jedoch unbenommen, sich auch für die „großen“ Projektpreise zu bewerben.
Informationstechnologien haben großes Potenzial, unsere Welt nachhaltiger zu gestalten. Ohne moderne Technologieentwicklung würde unsere Zukunft trist aussehen. Dank Unternehmen wie T-Mobile bekommen initiative Menschen die Chance, ihre Ideen auch in die Praxis umzusetzen. Dabei weiß ich zu schätzen, dass der gemeinnützige TUN-Fonds unabhängig von der Stifterin, T-Mobile, autonom seine Aufgabe erfüllen kann. Besonderer Dank gilt schließlich meinen Kolleginnen und Kollegen in der Jury sowie dem begutachtenden Fachgremium, die sich ehrenamtlich für dieses Projekt engagieren.