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Der T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds (TUN) vergibt jährlich 50.000 Euro für Innovationen, zur Lösung von Umweltproblemen und für nachhaltiges Handeln. Dazu sollen die Möglichkeiten mobiler Kommunikation als Hebel zur Problemlösung verwendet werden, unabhängig von bestimmten Anbietern oder Herstellern. Preiswürdig sind neue Projekte ebenso wie bestehende. Eine Kofinanzierungen von zumindest 25 Prozent ist erforderlich.

Die Hauptpreise

Projekte, die für den T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis eingereicht werden, können aus vielfältigen Themenbereichen stammen, die im Folgenden beschrieben werden. Letztlich entscheidet die Jury, ob ein eingereichtes Projekt den Grundkriterien Umwelt- und Nachhaltigkeit unter Verwendung mobiler Kommunikation entspricht. Vergeben werden drei Preise in Höhe von 20.000, 15.000 und 12.000 Euro, sowie ein Schulpreis (siehe unten) in Höhe von 3000 Euro.

Der TUN-Fonds versteht Nachhaltigkeit im Dreieck von Ökologie, Ökonomie und Sozialem. Projekte können eine oder mehrere dieser Dimensionen für nachhaltige Entwicklung ansprechen. Die folgenden Beschreibungen verstehen sich als exemplarische Nennung preiswürdiger Bereiche, nicht jedoch als vollständige Aufzählung.

  • Energieeffizienz und Klimaschutz
    Beispiele sind u.a. mobile Apps zur besseren Kontrolle des Energieverbrauchs, nachhaltige Mobilitätskonzepte, Förderung eines klimaschonenden Lebensstils, energieeffiziente Produktinnovationen.
  • Grüne Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)
    Beispiele sind u.a. effiziente Ladegeräte, Soft- und Hardware zur Reduktion des Energieverbrauchs, Techniken zur Steuerung und Verfolgung von Recyclingketten.
  • Umwelt-, Natur- und Artenschutz
    Beispiele sind u.a. mobile Apps zur Unterstützung umweltbewusster Lebensmittelproduktion und –konsumation, eines umweltbewussten Tourismus, Projekte zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, Naturlebensräumen und Naturschönheiten mittels Telekommunikation.
  • Entwicklung eines nachhaltigen Lebensstils durch Projekte in den Bereichen Soziales, Bildung und Arbeit
    Beispiele sind assistive und augmentative Apps und Technologien zur Unterstützung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Bildungs-Apps, um die Chancen digitaler Medien für differenziertes, individuelles Lernen zu nutzen, Plattformen, die Menschen nachhaltige Einkunfts- und Arbeitsmöglichkeiten erschließen.

Einreichung

Die Ausschreibung zum T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis ist für 2016 abgeschlossen.

Zehn qualifizierte Projekte werden bis Ende September aus allen Einreichungen nominiert. Daraus wählt die Jury unter Vorsitz von Dr. Franz Fischler, EU-Kommissar a.D., die drei Siegerprojekte.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der öffentlichen TUN-Fonds-Gala im November 2016.

Der Schulpreis

Für schulische Projekte, die sich der Thematik Umweltschutz und Nachhaltigkeit widmen und dabei insbesondere die Möglichkeiten von Telekommunikation und mobilen Geräten nutzen, gibt es einen Schulpreis in der Höhe von 3000 Euro. Damit soll das Engagement von Schülerinnen und Schülern, Klassen und Schulen anerkannt werden, deren Möglichkeiten jedoch in Hinblick auf die potenzielle Breitenwirkung und Länge des Engagements beschränkt sind.

Die Jury kann den Schulpreis auf mehrere eingereichte Projekte aufteilen, wenn dies aufgrund der Höhe der jeweiligen Projektkosten sinnvoll ist. Es steht jedoch Schulen frei, Projekte auch für die Hauptpreise einzureichen, wenn sie den Kriterien der Ausschreibung entsprechen.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind private Personen (auch in Form von Arbeitsgruppen), Non-Profit- ebenso wie kommerzielle oder öffentliche Organisationen aus Österreich, wie Startups, Unternehmen, Vereine, Universitäten oder Universitätsinstitute, Fachhochschulen etc. Bei bestehenden Projekten können weitere Entwicklungsstufen eingereicht werden, die dem konkreten Projekt neue Möglichkeiten eröffnen.

Für den Schulpreis können Schülerinnen und Schüler, Schulgemeinschaften, Klassen, Schulen und Bildungsorganisationen im Schulbereich einreichen.

Die Anforderungen

Projekte sollen in ihrem Feld Innovationen bieten, die für nachhaltige Entwicklung von möglichst hoher Relevanz sind und Potenzial zur Breitenwirksamkeit haben. Eingereichte Projekte haben eine höhere Chance auf Auswahl, wenn sie über das Stadium der Konzeption bereits hinaus entwickelt sind und zumindest erste konkrete Schritte zur Realisierung gesetzt wurden. Die Nutzung mobiler Kommunikation als Bestandteil des jeweiligen Projekts ist eine notwendige Voraussetzung für die Beurteilung. Allerdings ist dies ausdrücklich an keinen konkreten Anbieter oder Hersteller gebunden.

Auch Vorhaben in fortgeschrittenem Stadium der Realisierung, die noch nicht ausfinanziert sind, können eingereicht werden. Der TUN-Fonds ermutigt die Finanzierung aus mehreren Quellen. Die Preisgelder dürfen nur maximal 75 Prozent der gesamten Projektkosten betragen. Die Auszahlung ist an den Nachweis einer Zusatzfinanzierung im Mindestausmaß von 25 Prozent der gesamten Projektenkosten gebunden.

Auswahlkriterien sind: Innovationsgrad, Relevanz und Breitenwirksamkeit des Projekts für nachhaltige Entwicklung; Einbindung von Telekommunikation und mobilen Endgeräten zur Lösung von Problemen.

Die Sachpreise

Zusätzlich zu den Geldpreisen des TUN-Fonds gibt es eine Reihe von Sachpreisen zur Unterstützung der jeweiligen Preisträger bei der Entwicklung ihres Projekts. Diese Sachpreise werden von Kooperationspartnern des TUN-Fonds gestiftet und in Hinblick auf die jeweilige Situation der Preisträger vergeben.

Gründungsberatung und Inkubation
In Partnerschaft mit dem Impact Hub Vienna bietet der TUN-Fonds einem Gewinnerteam Zugang zum Impact Hub Vienna Accelerator-Program. Dieses beinhaltet:
  • Connect+ Mitgliedschaft für vier Monate im Impact Hub Vienna
  • Verbindung mit relevanten Akteuren und Zugang zu über 7000 Mitgliedern im globalen Netzwerk des Impact Hub
  • Individuelle Expertenberatung & Projekt-Coaching
  • Assessment des Entwicklungsstandes des jeweiligen Projekts zu Beginn der Inkubationsphase (Meilensteinplanung, Zielvereinbarung)
  • Workshops zu verschiedenen Themenbereichen (Marketing, Accounting/ Controlling, Impact-Messung, uvm.)