prev next

In der Ausschreibungsrunde 2013/2014 wurden insgesamt 57 Projekte für den T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds eingereicht. Aus 11 nominierten Projekten, haben folgende gewonnen:

1.Platz 2014. Green Vision: „Tablets zum Begreifen“ für blinde Menschen

Durch eine haptisch wahrnehmbare Oberfläche für Tablets werden die Inhalte von mobilem Internet buchstäblich begreifbar.

www.visionbubbly.eu

20.000 Euro TUN-Fördergeld
Projekt eingereicht von Kristina Tsvetanova und Slavi Slavev

Der leichte Zugang zu Information und die einfachen Kommunikationsmöglichkeiten von mobilem Internet über Tablets und Smartphones haben unseren Alltag von Grund auf verändert. Menschen, die blind oder sehbehindert sind, können diese Technologie jedoch nur sehr eingeschränkt benützen. Spracherkennung und Sprachausgabe ist nur bedingt hilfreich. Diese Barriere für Menschen mit Sehbehinderungen beseitigt das Siegerprojekt Green Vision: Durch eine haptisch wahrnehmbare Oberfläche für Tablets werden die Inhalte von mobilem Internet buchstäblich begreifbar. Online-Information kann auf Tablets durch eine neu entwickelte Bildschirmfolie mittels physisch ertastbaren Punkten in Braille dargestellt werden.

Das Team Green Vision, drei bulgarische IT-Spezialisten in Österreich, entwickelt seine Lösung auf Basis einer neuen Oberflächentechnologie in Abstimmung mit Vereinen blinder Menschen. In Österreich sind rund 300.000 Menschen betroffen, weltweit gibt es rund 40 Millionen Menschen, die blind sind, rund 290 Millionen mit Sehbehinderungen. Braille-Tablets können ihre Mobilität dramatisch erhöhen: Denn damit wird auch für diese Menschen die für Sehende jederzeit und überall verfügbare Information zugänglich. Der Prototyp, der mit Hilfe des TUN-Preises entwickelt werden soll, achtet dabei auch auf eine möglichst ressourcenschonende Produktion.

2.Platz 2014. Pumpmakers: Weltweit erste „Do-it-yourself“-Solarbrunnen-Pumpstation

Auf einer weltweit nutzbaren Online-Plattform werden unentgeltlich und offen Bauanleitungen für die innovative Pumpstationen zur Verfügung gestellt.

www.pumpmakers.com

15.000 Euro TUN-Fördergeld
Projekt eingereicht von Dietmar Stuck

Sauberes Wasser ist unsere menschliche Lebensgrundlage. Weltweit haben jedoch rund 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser. Die Folgen sind verheerend: Täglich sterben deswegen etwa 10.000 Menschen, der Großteil Kinder unter fünf Jahren. Dietmar Stuck, ein Brunnenmeister aus St. Veit an der Glan, hat sich mit seinem Projekt Pumpmaker der Verbesserung dieser unerträglichen Situation verschrieben.

Dietmar Stuck hat die weltweit erste „Do-it-yourself“-Solarbrunnen-Pumpstation konstruiert. Aus einer Tiefe von bis zu 100 Meter können damit täglich 5.000 Liter sauberes Wasser gepumpt werden. Mit TUN-Fördermitteln wird jetzt eine Online-Plattform entwickelt, die auf allen mobilen Endgeräten weltweit nutzbar sein wird. Dabei werden unentgeltlich und offen Bauanleitungen zur Verfügung gestellt. Schwer erhältliche Bauteile können über einen Webshop gekauft werden. Tipps zu Mikrofinanzierungen helfen beim Aufbau eines lokalen wirtschaftlichen Kreislaufs.

Durch die Verwendung von Sonnenenergie fallen keine Betriebskosten an. Die Materialien für die Pumpen sind leistbar, wartungsund korrosionsfrei. Die Bauteile können in aller Welt leicht zusammengebaut werden.

3.Platz 2014. Tastemakers: Mit dem Smartphone zum besseren Geschmack

Nachhaltige Food-Entrepreneure und Konsumenten finden über tastemakers.at zueinander.

www.tastemakers.at

12.000 Euro TUN-Fördergeld
Projekt eingereicht von Dani Terbu und Nina Mohimi

Überwiegend dominiert industrielle Massenware den Lebensmittelkonsum. Nachhaltige, regionale und innovative Nahrungsmittelhersteller finden oft nicht zu interessierten Kunden: Längst nicht alle nachhaltigen Produkte sind bei Lebensmittelketten erhältlich. Oft sind es kleinere Läden, Bauernhöfe, Initiativen oder Hersteller, die viele Menschen ansprechen würden. Die Anbieter haben es aber schwer, sie zu erreichen. Mit dem Projekt Tastemakers wird diesen Anbietern eine Plattform geboten, um größere Reichweite zu erzielen und den Konsumenten, die sich für Ab-Hof- und Bio-Lebensmittel interessieren, leicht verfügbar Information zu geben.

Die Webseite tastemakers.at wird eine Online-Plattform für Food-Entrepreneure, die bisher wenig Erfahrung mit Vermarktung haben. Jeder darin aufgenommene Unternehmer wird zum Tastemaker, der Hintergrundinformationen, Darstellung in Videos, Bilder und Texten liefern kann. Die Mobilität der Online-Plattform soll Tastemakers im Alltag leicht zugänglich machen. Konsumenten profitieren von der damit verbundenen Transparenz der Anbieter sowie einer inhaltlichen und geografischen Anleitung für den zukünftigen Bio-Einkauf. Die Förderung des TUN-Fonds wird in die Entwicklung von tastemakers.at investiert.

Gewinner des TUN-Fonds Sonderpreises "Gründungsberatung und Inkubation von dem Impact Hub Vienna"

Schulpreis. ReGreen: Mit Autofahren CO2-Emissionen kompensieren

Für jeden getankten Liter kann ein Kompensationsbeitrag gezahlt werden, der in die Renaturierung Österreichs investiert wird.

www.startedeinprojekt.at/projekte/regreen_at

3.000 Euro TUN-Fördergeld
Projekt eingereicht von Christoph Rebernig

Während der Autoverkehr ein wesentlicher Verursacher von CO2-Emissionen ist, haben Autofahrer keine einfache Möglichkeit, dafür Kompensationen aufzubringen, wie dies etwa von Airlines angeboten wird. Ein junges Team von vier Schülern der BHAK Wien 13 hat sich darüber Gedanken gemacht und mit Unterstützung ihres Betriebswirtschaftsprofessors das Modell ReGreen entwickelt, wie CO2-Emissionen von Autofahrern individuell kompensiert werden können.

Mit ihrem sehr ambitionierten Projekt wollen die Schüler u. a. methanhaltige Böden versiegeln, Moore in Österreich durch Wasserversorgung renaturieren, sowie Öl-Heizungen auf Biomasse umrüsten. All das spart große Mengen an CO2 und braucht eine entsprechende Finanzierung. Diese soll von umweltbewussten Autofahrern kommen. Der Plan von ReGreen sieht vor, dass direkt an der Tankstelle ein Beitrag geleistet werden kann. Die Kosten einer CO2-Kompensation liegen bei drei bis vier Euro für 50 Liter Benzin. Das TUN-Fonds Fördergeld wird für die Erstellung einer Webseite und Smartphone-App mit Onlineshop-Funktion (eine Maturaarbeit), sowie als Startkapital für die ersten CO2-kompensierenden Projekte eingesetzt.

Die Schüler bemühen sich darüber hinaus Ihr Projekt über Crowdfunding zu finanzieren