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Der gemeinnützige TUN-Fonds der Magenta Telekom ist der Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft verpflichtet. Mittels Geldpreisen werden Projekte gefördert, die das Potenzial von Kommunikationstechnologien nutzen, um Umweltprobleme zu lösen sowie zu einem nachhaltigen Lebensstil beizutragen.

Der TUN-Fonds ist eine autonome Rechtsperson unter Aufsicht der Fondsbehörde. Er wurde von Magenta Telekom gegründet und finanziell ausgestattet. Über die Mittel verfügt jedoch ausschließlich der unabhängige Fonds selbst entsprechend seinen Statuten. Magenta bekennt sich mit dieser Initiative zu nachhaltigem unternehmerischen Verhalten.

Dr. Andreas Bierwirth, CEO Magenta Telekom, über kleine Schritte mit großer Wirkung.

Am Anfang war die Papierrechnung. Noch vor wenigen Jahren bedruckte Magenta jährlich mehr als 200 Millionen Tonnen Papier, um Monat für Monat über zwei Millionen Menschen Rechnungen auf dem Postweg zuzusenden. Die ressourcenschonende Lösung lag auf der Hand: Elektronische Rechnungen – im Zeitalter von SMS, Mail, Internet und Online-Banking ein logisches Medium mit breiter Akzeptanz.

So war der gemeinnützige TUN-Fonds geboren, der Technologie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds der Magenta Telekom: Mehr als zwei Drittel aller Kunden entschieden sich für die elektronische Rechnung, wer hingegen weiterhin Papier wollte, entrichtete dafür einen Umweltbeitrag, der zur Gänze in den TUN-Fonds einbezahlt wurde.

Zwar konnte diese ursprüngliche Idee nicht umgesetzt werden, nachdem im Telekommunikationsgesetz das Recht auf kostenlose Papierrechnung verankert wurde und es somit keine Umweltbeiträge gab. Dennoch ist Magenta Telekom seinem finanziellen wie ideellen Engagement für den TUN-Fonds treu geblieben. Denn Nachhaltigkeit ist keine Frage einzelner Maßnahmen, sondern eine langfristige Verpflichtung. Darum wurden bisher von Magenta Telekom rund eine halbe Million Euro in den autonomen, gemeinnützigen Fonds eingezahlt, dazu jährliche Preisgelder von 50.000 Euro.

Nachhaltigkeit hat für uns viele Aspekte. Der wichtigste ist es, ein Produkt von dauerhaftem Wert für Österreich herzustellen. Mobilfunk ist Teil der essenziellen Infrastruktur des Landes, die uns privat wie beruflich verlässlich verbindet. Millionen Kunden profitieren von einem der besten Netze Europas zu den niedrigsten Gebühren in der EU. Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Netz seit Anfang 2015 frei von CO2-Emissionen betreiben und durch den Rückkauf und Recycling gebrauchter Handys für einen sorgsamen Umgang mit knappen Ressourcen beitragen.
Der TUN-Fonds ist in den vergangenen Jahren ein essenzieller Teil dieser Nachhaltigkeitsstrategie geworden. Indem wir Innovationen unterstützen, die mittels mobiler Kommunikation Umwelt- und Nachhaltigkeitsaufgaben lösen, tragen wir dazu bei, dass Mobilfunk einen Hebel zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft bietet.

Die Papierrechnung, mit der der TUN-Fonds seinen Anfang nahm, ist Baustein wie Symbol. 185 Tonnen bedrucktes Papier wurden jährlich seit Einführung der elektronischen Rechnung eingespart, weitere 40 Millionen Tonnen sind möglich, wenn es gelingt auch die verbleibenden 30 Prozent unserer Kunden zu überzeugen. Ein Symbol dafür, dass viele kleine Schritte große Wirkung zeigen können.

Dr. Franz Fischler, Vorsitzender der TUN-Fonds Jury, über sein Engagement für TUN.

Zum siebenten Mal vergibt der TUN-Fonds heuer Preise für Innovationen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei haben Jury und Fachgremium zwei sehr erfreuliche Entwicklungen gesehen: Zum einen ist die Zahl der Einreichungen aus dem Bereich von Universitäten, Startups oder bestehenden Unternehmen seit der Gründung vor fünf Jahren deutlich gestiegen. Und zum anderen freuen wir uns nicht nur über die zahlenmäßige, sondern auch eine bemerkenswerte qualitative Steigerung.

Dabei haben wir es Bewerbern nicht leicht gemacht und bei der Ausschreibung die Latte ein Stück höher gelegt. Um unter einer Vielzahl existierender Preise und Förderungen für Umweltprojekte ein klares Profil für den noch jungen TUN-Fonds herauszuarbeiten zählt zu den Kriterien, dass die Projekte das Potenzial von mobiler Kommunikation nutzen sollen, um ein bestehendes Problem zu lösen. Wir haben uns bemüht, stärker auf Kofinanzierungen zu achten: Wenigstens ein Viertel eines Projektbudgets muss aus anderen Quellen als dem Preisgeld finanziert werden. Diese in vielen Bereichen bewährte Vorgangsweise trägt dazu bei, dass eine gute Idee von mehreren Stellen der Finanzierung wert befunden wird, was die Chance auf Umsetzung erhöht.

Für Schulen, für die es meist schwer ist mit den höheren Ansprüchen von Startups oder Universitäten mitzuhalten, vergeben wir heuer zum dritten Mal einen TUN-Schulpreis, der das ideelle Engagement von Schulprojekten anerkennt. Es bleibt Schulen jedoch unbenommen, sich auch für die „großen“ Projektpreise zu bewerben.
Informationstechnologien haben großes Potenzial, unsere Welt nachhaltiger zu gestalten. Ohne moderne Technologieentwicklung würde unsere Zukunft trist aussehen. Dank Unternehmen wie Magenta Telekom bekommen initiative Menschen die Chance, ihre Ideen auch in die Praxis umzusetzen. Dabei weiß ich zu schätzen, dass der gemeinnützige TUN-Fonds unabhängig von der Stifterin, Magenta Telekom, autonom seine Aufgabe erfüllen kann. Besonderer Dank gilt schließlich meinen Kolleginnen und Kollegen in der Jury sowie dem begutachtenden Fachgremium, die sich ehrenamtlich für dieses Projekt engagieren.